Pfarreiengemeinschaft

St. Gregor der Große – Zahling

Die St. Gregor der Große hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht.

Mittelalterliche Anfänge: Zahling wird bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Vermutlich gab es schon damals eine Kirche oder Kapelle im Ort. Die Pfarrei entwickelte sich im Laufe des Mittelalters zu einem religiösen Mittelpunkt der Umgebung.

Neubau im 18. Jahrhundert: Die heutige Kirche entstand 1778. Sie wurde im Stil des Rokoko errichtet, einer Kunstepoche, die sich durch helle Räume, elegante Formen und reiche Verzierungen auszeichnete. Der Neubau ersetzte einen älteren Kirchenbau, der den Bedürfnissen der Gemeinde nicht mehr entsprach.

Künstlerische Ausstattung: Zur Erstausstattung gehören die Deckenfresken des Augsburger Malers Ignaz Baldauf. Der Hochaltar wurde 1783 fertiggestellt und zeigt den Kirchenpatron, den heiligen Gregor der Große, einen der bedeutendsten Päpste der Kirchengeschichte. Besonders wertvoll ist auch die Orgel, die 1765 vom Orgelbauer Johann Georg Hörterich geschaffen wurde und vermutlich aus dem Vorgängerbau übernommen wurde.

Erweiterung im 19. Jahrhundert: Aufgrund des Bevölkerungswachstums wurde die Kirche 1871 nach Westen erweitert. Dabei blieb der charakteristische Rokoko-Innenraum weitgehend erhalten.

Heute: Die Kirche steht unter Denkmalschutz und gehört zur katholischen Pfarreiengemeinschaft Obergriesbach im Bistum Augsburg. Sie ist bis heute Pfarrkirche und wird regelmäßig für Gottesdienste sowie kirchliche Feiern genutzt.

Die Verbindung aus Rokoko-Architektur, qualitätsvoller Ausstattung und historischer Orgel macht St. Gregor in Zahling zu einer der bemerkenswerten Dorfkirchen im Wittelsbacher Land.